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Ratgeber

Magnesiumcitrat oder Bisglycinat – welche Form ist besser?

28. April 2026

Kurz gesagt: Magnesiumcitrat und Magnesiumbisglycinat gehören zu den am häufigsten verwendeten organischen Magnesiumverbindungen – beide werden vom Körper besser aufgenommen als einfachere anorganische Formen. Der Unterschied liegt in der Bindungsform: Citrat ist an Zitronensäure gebunden, Bisglycinat an die Aminosäure Glycin.

Für Menschen die Magnesium wegen Stress, Schlafproblemen oder zur Unterstützung des Nervensystems einnehmen, bietet Bisglycinat einen relevanten Vorteil: Die Glycinbindung ermöglicht eine besonders sanfte Aufnahme im Dünndarm – mit weniger Wechselwirkungen im Verdauungstrakt. Wer empfindlich auf höhere Magnesiumdosen reagiert, merkt diesen Unterschied oft deutlich.

Was unterscheidet die beiden Formen chemisch?

Magnesium liegt in Nahrungsergänzungsmitteln nie als reines Element vor – es ist immer an eine andere Verbindung gebunden. Diese Bindung bestimmt, wie gut und wo im Körper das Magnesium aufgenommen wird.

Magnesiumcitrat ist Magnesium das an Zitronensäure (Citrat) gebunden ist. Citrat ist ein natürlich vorkommender Stoff im Körper – er spielt eine zentrale Rolle im Energiestoffwechsel (Citratcyclus). Die Verbindung löst sich gut in Wasser, was die Aufnahme im Darm erleichtert.

Magnesiumbisglycinat ist Magnesium das an zwei Moleküle der Aminosäure Glycin gebunden ist – daher "bis" (zweifach) Glycinat. Glycin ist eine körpereigene Aminosäure mit eigenen physiologischen Funktionen im Nervensystem. Die Chelatbindung – also die feste Umhüllung des Magnesiumions durch Glycin – schützt das Mineral auf dem Weg durch den Verdauungstrakt.

Bioverfügbarkeit: Was sagt die Forschung?

Beide Formen zählen zu den organischen Magnesiumverbindungen und werden vom Körper besser resorbiert als anorganische Formen. Bei der direkten Gegenüberstellung zeigt die Forschung konsistente Vorteile für chelatgebundene Formen.

Schuchardt und Hahn dokumentierten in einem Review im Current Nutrition & Food Science (2017), dass Chelatformen wie Bisglycinat eine besonders stabile Resorption zeigen – unabhängig vom pH-Wert im Magen-Darm-Trakt. Citrat hingegen ist stärker vom Magenmilieu abhängig: Bei niedrigem Magen-pH löst es sich gut auf, bei höherem pH – etwa nach einer Mahlzeit – kann die Löslichkeit abnehmen.

Das National Institutes of Health (NIH) hält fest, dass die Bioverfügbarkeit von Magnesium stark von der jeweiligen Verbindung und dem individuellen Verdauungssystem abhängt. Chelatgebundene Formen wie Bisglycinat gelten dabei als besonders konsistent in ihrer Aufnahme.

Verträglichkeit – wo liegt der praktische Unterschied?

Das ist für viele Menschen der entscheidende Punkt. Magnesiumcitrat wirkt in höheren Dosen osmotisch – es bindet Wasser im Darm. Das kann bei empfindlichen Personen oder bei hoher Dosierung zu weichem Stuhl oder Durchfall führen. Dieser Effekt wird medizinisch sogar gezielt genutzt – bei Verstopfung werden höhere Citratdosen eingesetzt.

Für eine Tagesdosis von 400 mg elementarem Magnesium – wie sie zur Unterstützung von Nervensystem und Energiestoffwechsel üblich ist – kann dieser Effekt bei Citrat bei manchen Personen merkbar werden, besonders bei empfindlichem Magen oder bei Einnahme auf nüchternen Magen.

Bisglycinat wird durch die Chelatbindung anders transportiert: Es wird über Aminosäure-Transporter aufgenommen und umgeht damit den ionalen Absorptionsweg teilweise. Das erklärt die bessere Magenverträglichkeit, die in der Praxis häufig berichtet wird – und die auch in klinischen Beobachtungen dokumentiert ist.

Die Rolle von Glycin

Bei Bisglycinat nimmt man nicht nur Magnesium auf – sondern gleichzeitig Glycin. Diese körpereigene Aminosäure erfüllt im Organismus verschiedene Funktionen: Sie ist an der Synthese von Proteinen und Kollagen beteiligt und kommt natürlich im Nervensystem vor.

Beim Magnesiumcitrat entsteht dieser Begleiteffekt nicht – Citrat wird im Energiestoffwechsel verwertet, hat aber keine vergleichbare Rolle im Nervensystem. Für Menschen die Magnesium spezifisch zur Unterstützung der normalen Nervenfunktion einsetzen, ist dieser Aspekt relevant.

Mehr über die Zusammensetzung und die Bedeutung einzelner Inhaltsstoffe in einer hochwertigen Magnesiumformel erfährst du in unserem Artikel Magnesium Bisglycinat ohne Zusatzstoffe – worauf es ankommt.

Für wen ist welche Form geeignet?

Beide Formen haben ihre Berechtigung – die Wahl hängt von Ziel und individueller Verträglichkeit ab.

  • Magnesiumcitrat eignet sich für Menschen die eine günstige organische Magnesiumquelle suchen und gut auf höhere Dosen reagieren. Bei Neigung zu empfindlichem Magen oder Verdauungsproblemen ist Vorsicht geboten.
  • Magnesiumbisglycinat ist besonders geeignet für Menschen mit empfindlichem Magen, für die Einnahme in höherer Dosierung (ab 300–400 mg elementarem Magnesium) und für alle, die gezielt die normale Funktion des Nervensystems unterstützen möchten. Die EFSA (Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit) bestätigt: Magnesium trägt zur normalen Funktion des Nervensystems und zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei.

Was sagt die Wissenschaft zusammenfassend?

Das bereits erwähnte Review von Schuchardt und Hahn (2017) kommt zu dem Schluss, dass chelatgebundene Formen wie Bisglycinat im Hinblick auf Bioverfügbarkeit und gastrointestinale Verträglichkeit Vorteile gegenüber anderen organischen Verbindungen zeigen können – insbesondere bei höheren Tagesdosen.

Wichtig zu betonen: Beide Formen sind wissenschaftlich anerkannt. Der Unterschied liegt nicht darin, dass eine Form "nicht wirkt" – sondern darin, wie stabil und verträglich die Aufnahme bei der jeweils gewählten Dosierung ist. Bei 400 mg elementarem Magnesium pro Tag spielt die Wahl der Form eine messbare Rolle.

Wer mehr über die optimale Dosierung und Einnahme erfahren möchte, findet auf der SYNAPTO® Produktseite detaillierte Informationen zur Formulierung.

Fazit

Magnesiumcitrat und Bisglycinat sind beide organische, gut bioverfügbare Magnesiumformen – aber sie unterscheiden sich in der Aufnahme, der Verträglichkeit und den Begleitstoffen. Wer Magnesium in einer Tagesdosis von 400 mg einnimmt, gezielt das Nervensystem unterstützen möchte und auf gute Magenverträglichkeit Wert legt, ist mit Bisglycinat in der Regel besser beraten. Die Glycinbindung bringt dabei einen zusätzlichen Vorteil, den Citrat strukturbedingt nicht bietet.

Quellen

National Institutes of Health (NIH), Office of Dietary Supplements: Magnesium – Fact Sheet for Health Professionals. ods.od.nih.gov

Schuchardt J.P., Hahn A.: Intestinal Absorption and Factors Influencing Bioavailability of Magnesium – An Update. Current Nutrition & Food Science, 2017. pubmed.ncbi.nlm.nih.gov

European Food Safety Authority (EFSA): Scientific Opinion on the substantiation of health claims related to magnesium. EFSA Journal 2009;7(9):1216. efsa.onlinelibrary.wiley.com

Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE): Referenzwerte Magnesium. dge.de

Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine medizinische Beratung dar. Er ersetzt nicht den Rat eines Arztes oder Apothekers. Bei gesundheitlichen Beschwerden wende dich bitte an medizinisches Fachpersonal.

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